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Umzug

Da es sich heute auf  Twitter schon verbreitet hat wie ein Lauffeuer, werde ich auch den restlichen Lesern die Neuigkeit nicht länger vorenthalten. Ich wechsele von diesem Weblog auf ein neues. WordPress bleibe ich treu, aber es hat sich irgendwie so viel verändert und ich mag das neue schlichtere Layout sehr. Ich werde versuche öfter meine Gedanken niederzuschreiben, mehr Facetten zu zeigen ohne allzu haarklein alles zu erklären. Die meisten wissen ja schon alles wichtige über mich, den neuen Lesern wird es sich hoffentlich aus dem Zusammenhang erschließen.

Natürlich versuche ich dann auch wieder öfter von mir hören zu lassen, motiviert bin ich. Über die Änderung der Verlinkung würde ich mich sehr freuen und hoffe natürlich, dass ihr mir auch weiterhin treu bleibt.^^ Dieses Blog bleibt zum Nachlesen online. Neuer Abschnitt, neues Glück (hoffentlich):

Ab jetzt findet ihr meine Zerebralergüsse hier: ~*klick*~

Das Motto heisst ab jetzt eben TIEF DURCHATMEN!

 

Back for good?

Da bin ich wieder, altes Zimmer, alte WG, guter alter Schreibtisch mit dem rückenschmerzerregenden Stuhl. Neu ist, dass meine Mitbewohner mich offenbar loswerden wollen.

Es hat mich ja schon gefreut, dass sie sich mit meiner Freundin aus dem 10. Semester so gut verstanden haben, aber langsam nervt es schon. Man selber bekommt kaum „Hallo“ gesagt, aber über sie wird noch in Insidern und Spitznamen gesprochen. Tja, immerhin sind sie ja schon im 2. Semester und werden beide bald 20 – da muss man betonen wir erwachsen man ist. Sorry, aber bei Erwachsenen sieht die Bude nicht aus wie sau. Und mir erzählen wollen, wo ich mein Obst hinzuräumen habe, weger der Fruchtfliegen…

BEI MIR GABS NIE SCHEISS FRUCHTFLIEGEN!!! -.- Egal, ich habe nicht die Zeit mich damit zu befassen und ehrlich gesagt wohne ich seit 6 Jahren hier – so schnell bekommt mich hier nichts raus. Mit meinen vorherigen Mitbewohnern habe ich auch nie gekocht oder gefeiert, trotzdem (oder gerade deshalb) haben wir immer gut zusammengelebt. Die beiden wollen zusammen in den Urlaub fahren und kleben aneinander? Sehr gut, bin gespannt wie lange das so geht.

Zurzeit bin ich einfach etwas agressiv und anti-studentisch eingestellt, denn egal wo man hier hingeht, ständig trifft man auf junge Studis mit ihren Problemchen, die sie laut im Bus oder an der Supermarktkasse besprechen. „Oh, wie soll ich den Text nur bis dann gelesen haben?“ „Ich glaube, die Frage habe ich voll am Thema vorbei beantwortet“ „Was zieh ich bloß zur Sportler-Party an?“

Tja, hartes Leben, da möchte man echt nicht tauschen. Genug der Ironie, diese latente Aggression ist wohl normal in der Hammerexamenszeit. Meine Lernpartnerin hat sich gestern mit ihrem Mann gestritten und ich habe ein Magenulkus nach dem nächsten. Da hilft eigentlich nur Sport, Laufstrecken sind hier nicht so prall, aber ich habe immerhin mein Spinning Bike wieder („Das ist irgendwie kaputt, musst du mal gucken!“ Idioten.) und trainiere nun auch zusätzlich wieder in der Physiotherapie des Klinikums. Dann kann ich direkt aus der Bib dort hin und meine inneren Spannungen beim Gewichte stemmen, beim Rudern oder auf dem Laufband abbauen. Ab morgen geht´s los!^^

Das Lernleben versüße ich mir gerade mit Chirurgie, läuft mäßig, da der Exaplan da recht langweilig und trotzdem oberflächlich geschrieben ist. Hier nimmt mich das Lernen mehr mit, weshalb ich nun mal die Bibliothek ausprobiere.

Am Samstag bin ich hier, Ortskundige können ja mal nach mir Ausschau halten beim 8-km-Lauf. Ich trage ein rosa Laufshirt mit der Aufschrift „Running Queen“…^^

Zelte abbrechen

Die letzten Tage als Zwischenmieterin sind angebrochen, ich räume langsam meine Sachen zusammen. Auch wenn die Klinik nicht so toll war, hat mir hier doch vieles gefallen – vor allem die WG und das Leben mit meiner Mitbewohnerin. In meiner eigenen WG wurde selten zusammen gekocht und auch nicht zusammen eingekauft. Wir waren zusammen essen, zusammen shoppen, feiern und haben gemeinsam das Laufen für uns entdeckt.

Nun muss ich mir daheim erst einmal eine gescheite Laufstrecke suchen und jemanden, der mich motiviert. Außerdem gurke ich wieder über eine halbe Stunde zum Fitnessstudio, haben keinen Park vor der Haustür. Noch kann ich mich nicht so richtig freuen, dafür hat es mir hier einfach zu gut gefallen. An das schickimicki Fitnessstudio mit Sauna und abgefahrenen Kursen hier um die Ecke, könnte ich mich ebenfalls gewöhnen.

Aber was soll´s, ich muss ja eh lernen und da ist die Unibib vor der Haustür auch recht praktisch. Das Lernen läuft so mittelmäßig, richtig motiviert bin ich nicht, aber ich mache täglich etwas. Meine Lerngruppe läuft über Fallbesprechungen per Skype, auch eine gute Sache – dann muss man nichtmal vor die Tür und kann gleich in seiner Jogginghose bleiben.^^

Mittlerweile kommen mir erstse Zweifel, ob ich die Stelle bei uns wirklich antrete. Diverse Leute muss ich nicht als Kollegen haben und ich hätte schon sehr viel Lust auf eine neue Stadt, eine neue und vor allem eigene Wohnung, ordentliche öffentliche Verkehrsmittel und Clubs, in denen das Durchschnittsalter über 17 ist. Gerne würde ich auch in der Woche etwas unternehmen können – etwas anderes außer Kneipe oder Kino. Ich muss mir das alles nochmal durch den Kopf gehen lassen…

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