Ein erfolgreicher Tag neigt sich dem Ende zu – ich habe tatsächlichen meinen gesamten Plan so verwirklichen können! Pünktlich um 8 Uhr stand ich auf, nahm den Bus in die Stadt um 9 Uhr. In einem Schuhgeschäft schaute ich nach günstigen Fußballschuhen, wobei es nur ein Paar in meiner Größe gab, so viel die Auswahl nicht schwer. Für den Anfang werden sie reichen, es sind echte Nikes, aber eben nicht die tollsten der Marke. Dann ging es per Bus gleich weiter in die Neurologie, wo ich meiner Mitbewohnerin ihren Autoschlüssel klaute, um die 6 Aktenordner und die Fußballschuhe im Kofferraum zu verstauen.
Da ich das Auto zunächst nicht fand (sie kann einfach keine Wege beschreiben!) und die Ordner verdammt schwer sind, war ich am Ende klatschnass geschwitzt. Zu allem Überfluss liegt die Nervenklinik auf einem Hügel, den ich insgesamt 3x rauflatschen musste. Der eklige Nieselregen setzte dem ganzen dann noch die Krone auf! Immerhin habe ich die Ordner nun endlich zu Hause und mir auch gleich noch den Psychiatrieschein abgeholt – wie erwartet eine 1!^^
Danach kaufte ich am Bahnschalter mein Ticket für Donnerstag, da ich nun doch über den ersten Mai zu meiner BF fahre. An Himmelfahrt habe ich Freitag nämlich noch Pflichtkurse ohne Fehltermine. Quasi postwendend fuhr ich weiter ins Klinikum, erst den Schein für Psychosomatik holen und dann zum Blut spenden. Dort traf ich wie immer bekannte Gesichter und so kurz vor 12 war wirklich die Hölle los in der Spende. Ich bekam den letzten freien Sessel, durfte aber zunächst nicht spenden – Druck lag bei 96/64! Normalerweise sind meine Drücke gar nicht mehr so niedrig und schwummerig war mir auch nicht, also hieß es Cola trinken und Treppe rennen. Das Rennen war zwar eher halbherziges Gehen, aber es klappte: 110/78 und bereit 500 ml loszuwerden.
Da es nun ja schon nach 12 war und um 12:45 Uhr die VL losging, pumpte ich wie wild und machte mich relativ schnell danach aus dem Staub, denn heute wollte ich mir unbedingt ein Schnitzel mit Pommes und Salat in der Mensa gönnen. Dies stopfte ich dann noch schnell rein und saß pünktlich in der Pädiatrie VL.
Bis auf die zwei frühgeborenen Zwillinge, die mitgebracht wurden, war es eher unspannend – aber im Vergleich zum Kurs danach ein echter Thriller!^^ Diesen wirklich schlimmen Kurs über Schwerhörigkeit verbrachte ich damit die erste Doktorarbeit zu Ende zu lesen.
Mittlerweile zweifele ich nämlich schon wieder an mir selbst – vor 6 Tagen bekam ich das ganze Zeug und ich habe es gerade einmal geschafft eine der Doktorarbeiten zu lesen! Ok, ich hatte die Klausur, aber die Zeit vergeht mit all dem anderen Kram so schnell, dass man gar nicht dazu kommt. Aufgrund des schlechten Gewissens, habe ich mir online mal näheres zu meinem Thema durchgelesen und viel weiteres Material gefunden. Leider muss ich das alles endlich mal lesen – und allein die 6 Aktenordner durcharbeiten.
Einen richtigen Plan, was ich mehr machen kann außer lesen, habe ich noch nicht, aber ich komme mir ziemlich blöd vor, danach nichts in der Hand zu haben. Rausschreiben? Bringt mir dann am Ende auch nicht viel, vor allem kann ich gar nicht sagen was davon ich wirklich brauche. Bloß meinen Doktorvater will ich damit nicht gleich nerven, der hält mich dann sicher für zu blöd. Er meinte ich soll das fürs Erste lesen und das werde ich wohl machen müssen… man müsste nur endlich mal richtig anfangen damit!
Nach besagtem Seminar war ich noch im Fitty, wo ich allerdings nur eine Stunde durchhielt – man merkte die 500 ml weniger dann doch irgendwie. Das Volumen ist ja schnell wieder da, aber man wird viel schneller kurzatmig wenn die Erys fehlen. Da mir auch von gestern noch alles wehtut, fuhr ich heim und bekämpfte weiter das schlechte Gewissen. Mit mäßigem Erfolg, aber ins Bettchen hüpfe ich dennoch gleich - es bringt einfach irgendwann nichts mehr!
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