Dank der Studientage konnte ich mir an Ostern den Donnerstag davor und den Dienstag danach ebenfalls frei nehmen, sodass ich schon am Mittwoch Nachmittag in Richtung Norden startete. Mit der Mitfahrgelegenheit hatte ich wie immer Glück, ein netter junger Industriekaufmann mit dualem Studium nahm mich und eine angehende Medizinstudentin aus Afrika mit.
Am frühen Abend angekommen, war meine Beste gar nicht daheim (verabredet zum Essen mit Arbeitskollegen), also schmiss ich mich erst einmal gleich in die Laufklamotten und drehte meine Runde im schönen Park direkt vor der Haustür. Meine Beste wohnt nämlich mitten in der Stadt in einem Schickimicki-Viertel. ^^ Später trudelte sie auch ein und wir hatten natürlich Gesprächsstoff für die ganze Nacht – entschieden aber doch irgendwann schlafen zu gehen, denn bei dem tollen Wetter wollten wir auch etwas davon haben. Außerdem musste sie am Donnerstag noch arbeiten, also legte ich mich allein mit dem Lehrbuch bewaffnet in den Park und holte mir trotz Sonnencreme einen leichten Sonnenbrand. Schließlich lag ich auch etwa 5 Stunden dort, aber es war einfach so schön und vor allem noch so leer.^^
Am Karfreitag besuchten wir den Botanischen Garten, gingen Eis essen und abends in ein Steakrestaurant. Außerdem besuchten wir eine Show im Planetarium, die allerdings eher eine Enttäuschung war (wir wollten in eine andere Vorstellung, die aber schon restlos ausverkauft war). Am Samstag war der große Einkauf für das Osterbrunch am Sonntag geplant, jedoch mussten sich meine Beste und ihr Freund erstmal stundenlang über den Weg zu den Supermärkten zoffen, bevor wir dann endlich losfahren konnten. Wieder zurück war es schon so spät und windig, dass es trotz Sonne recht kalt war auf der Wiese im Park. Zum Osterfeuer kamen wir fast zu spät, da wir vorher bei der Runde mit dem Hund kleine mutterlose Entenküken gefunden hatten. Die Strecke sei typisch für Hunde und es gibt jede Menge Füchse, also konnten wir die Kleinen nicht dort lassen. Wir wollten uns entfernen, um zu sehen, ob die Mutter nicht eventuell doch wiederkäme – aber die Küken rasten förmlich einen Nachbarsjungen hinterher, sie wollten einfach nicht alleine irgendwo sitzen bleiben.
So blieb uns nichts anderes übrig, als die Küken in unseren Hundkorb einzupacken und zum Tierschutzverein zu fahren. Dort wurden sie ganz lieb von zwei Tierpflegerinnen entgegegenommen, die uns noch viel erklärten, andere Tierbabys wie Eichhörnchen und kleine Katzen zeigten und uns versicherten, man könne die Küken langsam wieder auswildern, wenn sie groß seien. Dafür gäbe es verschiedene Gehege, wo der menschliche Kontakt immer geringer werde. Und nun wissen wir auch an wen wir uns wenden, falls einer von uns mal ein Haustier sucht.^^ Das Osterfeuer war zwar schon geschrumpft, brannte aber noch als wir kamen – zumindest genug für eine Bratwurst und ein paar Bierchen.
Den Sonntag verbrachten wir wie erwähnt mit unserem Brunch – es ging insgesamt bis 16 Uhr, immerhin gab es auch von Brötchen über Pfannkuchen, Croissants, Tomate mit Morzarella, Müsli, Obstsalat und Quark bis zu Eis und Schokoladeneiern alles, was das Herz des Fastenden an Ostern begehrt. Mit den meisten der Gäste fuhren wir dann noch an einen Badesee, liehen auf dem Rückweg eine DVD und machten einen gemütlichen Filmabend bei Pizza (ich hatte keine – war noch satt, bin lieber nochmal laufen gewesen^^).
Am Montag fuhren wir zunächst in einen wundervollen Park mit einem Schmetterlingshaus und diversen exotischen Reptilien. Dort gab es die beste Torte, die ich jemals gegessen habe (und das heisst was – ich kenne zwei Cafés mit wirklich unglaublichen Torten!). Auch hier durfte man sich auf schönen Wiesen in der Grünanlage auf einer Decke entspannen, die Füße hielten wir in einen kleinen Bach, der quer durch den Park floss.
Danach ging es zum Haus ihres Freundes, der einen großen Garten besitzt – quasi perfekt zum Grillen.^^ Selbiges taten wir, undzwar nicht nur fleisch, sonder hauptsächlich mit Reta gefüllte Pilze, Paprika und Tomaten. Natürlich alles selber zubereitet, bis hin zum Salatdressing. Mit mehreren macht kochen und vorbereiten so richtig Spaß und super geschmeckt hat es auch. Nach einem weiteren Film war es schon Nacht, ich konnte kaum erwarten ins Bett zu kommen, denn es war doch alles recht anstrengend und mit Schlafentzug verbunden.
Tja, und heute ging schon mittags mein Zug zurück. Ab morgen wieder Klinikalltag, Haken halten – und am schlimmsten: das ganze eine halbe Stunde früher, denn ab morgen bin ich in der Unfallchirurgie. Drückt mir die Daumen, dass es nicht gleich am ersten Tag so anstrengend wird (ich mag keine Röntgenschürzen!!!-.-)…
