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Mit ‘Klinik’ getaggte Artikel

Naja, so schlimm war es insgesamt dann doch nicht – man (also ich) meckert viel, weil ja alles so viel besser, schöner, netter und lehrreicher sein könnte. Aber am Ende war es dann doch ok, man möchte die Zeit nicht missen und kann dem ganzen viel Gutes abgewinnen.

Zurzeit merke ich, wieviel ich im Inneretertial gelernt habe, wie nett und toll die Ärzte dort eigentlich waren (bei den Anästhesisten wusste ic das ja schon vorher und es hat sich bestätigt) und was ich für eine schöne Zeit mit den anderen PJler dort hatte. Wie oft wir zusammen beim Sport waren, abends essen oder etwas trinken, nachmittags einfach mal spazieren oder shoppen. Ich habe Menschen kennengelernt, mit denen ich mich unter anderen Umständen niemals auseinander gesetzt hätte.

Das PJ bringt schon sehr viel, vor allem um sich selber klar zu machen was man will und was wichtig ist. Außerdem lernt man sich durchzusetzen, sich in ein Team einzufügen (wenn es eins gibt) und auch als Gruppe zusammenzuhalten. Dies alles war nun hier ziemlich schwierig, denn viele Ärzte hatten “ein eher schmales Spektrum”, wollten uns aber ständig erzählen wir könnten ja nichts und behandelten uns wie die letzten Deppen. Ein Verhalten, was sich die Pflege schnell abguckt und zum Teil genauso abschätzig war.

Jedenfalls haben wir alle unsere Konsequenzen gezogen, ich kenne niemanden, der das Tertial gut evaluiert hätte und verabschiedet habe ich mich von genau einem Arzt – aber auch nur so halb, denn ihn mag ich sehr und darum habe ich mich für die letzten Wochen bei seinen Diensten eingeteilt – das Los entscheidet, wer wann Dienst machen kann, aber ich hatte mit ihm das Glück in meinem ersten Dienst und auch in dem letzten.

Ansonsten betrauerte eigentlich nur der UC Chef unseren Weggang (mehr, weil er ja dann niemanden mehr zum Haken halten hat), andere Oberärzte und Assistenten fragten sowas wie “Letzter Tag, was?!”.  Aber auch an diesem letzten Tag konnten viele unsere Namen nicht (nun waren wir noch zu zweit – aber was soll´s...) und er verlief genau wie alle anderen. Nur dass wir alles ein wenig langsamer und ruhiger machten, etwas länger frühstückten und zu den OPs, in denen wir unsere Anwesenheit für nicht essentiell hielten, gar nicht erst auftauchten. Ohne irgendwen anzurufen und zu fragen. Kleiner Vorgeschmack auf die Zeit bis Mitte August, denn – oh Wunder! – bis dahin kommen keine neuen PJler. Der Frühjahrturnus ist so klein, dass niemand dort hingezwungen werden konnte. Geschieht ihnen irgendwie recht, vielleicht werden die neuen Pjler dann etwas besser behandelt… zu wünschen wäre es ihnen.

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So viele angefangene Artikel mit guten Ideen tummeln sich als Entwürfe in meiner Liste, aber ich komme einfach nicht dazu, sie umzusetzen. Momentan geht es mir im Allgemeinen nicht so sonderlich, die Pollen quälen mich und in der ZNA ist es alles andere als angenehm. Zum Teil ist die Pflege nochmal herablassender, man wird vor den Patienten bloßgestellt als wäre man Schulpraktikant und hätte noch nie in einer Klinik gearbeitet. Die neue Ärztin ist ziemlich hilflos und daher genervt, die Pflege lässt sie auflaufen und man selber wird als Bote hin- und hergeschickt, um sich von beiden Seiten die kleinen Machtkämpfe anzuhören.

Allerdings ist auch nicht alles nur schlecht, wie üblich komme ich mit anderen Schwestern sehr gut aus und meine letzten beiden Dienste haben richtig Spaß gemacht. Am gestrigen war ich kaum in der Notaufnahme, weil mich ständig irgendein OA für die OPs haben wollte.  Immerhin durfte ich selber bohren und Schrauben setzen, die Bauchchirurgen erklärten mir total viel und die liebe Anästhesistin rief extra an, damit ich bei der Einleitung eines Kleinkindes mitmachen konnte.

Eine wirklich liebe Schülerin ist zurzeit auch in der Notaufnahme eingeteilt, mit der ich ein gutes Team bilde. Sie freut sich mir helfen und etwas richten zu dürfen, während ich ihr gerne vieles erkläre – gerade was Medikamente angeht.^^

Des Weiteren habe ich angefangen für das Hammerexamen zu lernen. Einer der Gründe warum neben der Arbeit kaum Zeit für andere Dinge – wie bloggen oder Blogs lesen – bleibt. ZumFitty muss ich rückenbedingt ja auch 2 bis 3 mal die Woche und außerdem habe ich nun angefangen aktiv zu laufen.

Meine Mitbewohnerin hier und ich haben uns zwei schöne Strecken ausgesucht (eine 7 km, die andere etwas über 10 km) und schaffen es tatsächlich 3x/Woche unsere Runde zu drehen. Zum Geburtstag habe ich mir daher auch viele neue Funktionsklamotten, einen Laufgürtel und ähnliches gewünscht – Pulsuhr hatte ich ja noch vom Spinning und die neuen Laufschuhe waren ein Schnäppchen.^^

Unsere ersten beiden Läufe stehen auch schon an, ich werde berichten! Die Männerwelt habe ich zunächst mal auf Eis gelegt, ich habe gerade einfach weder Zeit noch Nerven mich wieder mit irgendeiner komplizierten Geschichte auseinander zu setzen. Erst einmal muss ich das Examen schaffen und für mich selber entscheiden, was ich eigentlich möchte.

Nachdem meine Freundin, die immer Orthopädin werden wollte, nun in einer Rhehaklinik in der Inneren anfängt… wer weiß, was noch passiert! ^^

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Neue Woche, neues Glück. Naja, so ähnlich jedenfalls. Nachdem ich ein Wochenende mit Höhen und Tiefen erlebt hatte (mehr nochmals in einem separaten Beitrag, nur soviel: ich wurde abserviert, hatte aber sonst Spaß), beging ich den Tag heute eher positiv gestimmt. Die Sonne schien schon auf dem Weg in die Klinik – ich laufe ja nur 5 Minuten hin.^^ Hochmotiviert ließ ich mich gleich für zwei OPs einteilen, lief die OA Visite mit, schaffte es gerade noch mein Frühstück herunterzuwürgen (die anderen hatten ihre Visite geschmissen und in Ruhe gegessen) und verschwand dann unter multiplen Einschuldigungen im orthopädischen Saal. Beide OPs waren beim Chef, der glücklicherweise noch immer meinen Namen nicht kennt (er fragt sonst nämlich in der Morgenbesprechung irgendwelchen Mist zu den Frakturen). Diesmal schrie er nicht durch den ganzen Saal, er war sogar so gut gelaunt, dass er mir hin und wieder etwas erklärte, mir den herausgesägten Hüftkopf in die Hand gab, um den Knorpelschaden zu begutachten, und am Ende sogar sowas wie Lob (!) übrig hatte. Außerdem die Frage, was ich denn werden wolle. Zweite obligatorische Folgefrage: “Ach, hier bei uns?” Das “ums Verrecken nicht, bei diesem Scheißladen!” lag mir zwar auf der Zunge, wurde aber professionell durch ein “Nein, ich möchte wieder näher an die Heimat.” ersetzt.

Die Assistentin war zwar extrem lieb, meckelte aber so oft an mir herum, dass ich immer unsicherer wurde und auch keine wirklich schöne Naht hinbekam. Das ärgerte mich schon ein bißchen, vor allem weil mir die Anästhesie immer öfter irgendwelche dummen Sprüche reindrückt. Ich helfe immer beim Umlagern, grüße die Jungs und Mädels und frage sie sogar manchmal etwas. Trotzdem behandeln einige mich abfällig, nur weil ich auf der anderen Seite des Tuchs stehe. Dabei machen die dort auch nicht gerade große Medizin – bei den Baucheingriffen sind die Patienten regelmäßig so wach geworden, dass sie gehustet und gepresst haben und jetzt in der UC interessiert es niemanden, ob ein vollrelaxierter Arm herunterhängt oder nicht. -.-

Immerhin wurde es dann besser, ich konnte zum Mittag raus aus dem OP und dann mit einem OA in die Sprechstunde. Dort waren wetterbedingt so wenig Patienten, dass wir uns zwischendrin ein Eis gönnen konnten – eine echt nette Geste von dem jungen OA.^^ Um 16 Uhr durfte ich gehen und legte mich im Park brav mit dem Exaplan in die Sonne. So hatte ich wenigstens noch ein bißchen was vom schönen Wetter – und wahrscheinlich hätte ich mich hier eh nur wieder vor den Fernseher gesetzt. Ich bekam noch ein liebes Kompliment von einer Dame und schon waren die Schattenseiten des Wochenendes fast vergessen.

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