Feeds:
Artikel
Kommentare

Mit ‘Studentenleben’ getaggte Artikel

Die letzten Tage als Zwischenmieterin sind angebrochen, ich räume langsam meine Sachen zusammen. Auch wenn die Klinik nicht so toll war, hat mir hier doch vieles gefallen – vor allem die WG und das Leben mit meiner Mitbewohnerin. In meiner eigenen WG wurde selten zusammen gekocht und auch nicht zusammen eingekauft. Wir waren zusammen essen, zusammen shoppen, feiern und haben gemeinsam das Laufen für uns entdeckt.

Nun muss ich mir daheim erst einmal eine gescheite Laufstrecke suchen und jemanden, der mich motiviert. Außerdem gurke ich wieder über eine halbe Stunde zum Fitnessstudio, haben keinen Park vor der Haustür. Noch kann ich mich nicht so richtig freuen, dafür hat es mir hier einfach zu gut gefallen. An das schickimicki Fitnessstudio mit Sauna und abgefahrenen Kursen hier um die Ecke, könnte ich mich ebenfalls gewöhnen.

Aber was soll´s, ich muss ja eh lernen und da ist die Unibib vor der Haustür auch recht praktisch. Das Lernen läuft so mittelmäßig, richtig motiviert bin ich nicht, aber ich mache täglich etwas. Meine Lerngruppe läuft über Fallbesprechungen per Skype, auch eine gute Sache – dann muss man nichtmal vor die Tür und kann gleich in seiner Jogginghose bleiben.^^

Mittlerweile kommen mir erstse Zweifel, ob ich die Stelle bei uns wirklich antrete. Diverse Leute muss ich nicht als Kollegen haben und ich hätte schon sehr viel Lust auf eine neue Stadt, eine neue und vor allem eigene Wohnung, ordentliche öffentliche Verkehrsmittel und Clubs, in denen das Durchschnittsalter über 17 ist. Gerne würde ich auch in der Woche etwas unternehmen können – etwas anderes außer Kneipe oder Kino. Ich muss mir das alles nochmal durch den Kopf gehen lassen…

Read Full Post »

Nun sind meine beiden neuen Mitbewohnerinnen endgültig eingezogen. Und zuzeit haben wir ein WG-Leben wie man es sich immer vorstellt – also so, wie ich es vorher nie hatte. Wir haben zusammen das Gemeinschaftszimmer eingerichtet, jeder hat Kleinigkeiten neu gekauft. Die eine fährt extra für Gardinen zum Möbelhaus, während die andere erstmal die ganze Kücheneinrichtung erneuert. Wir hatten richtig viel Spaß zusammen und die Wohnung sieht toll aus.

Das Essen wird auch mal geteilt, wir kochen zusammen und wenn ich heimkomme, fragen mich beide wie die Arbeit war. Mit der einen war ich gestern in der nächst größeren Stadt shoppen – obwohl sie pleite ist, wollte sie gerne dabeisein und mich beraten. Die Stiefel und das Tuch, die ich am Ende gekauft habe, waren beide ihre Entdeckungen.

Trotzdem machen sie auch mal etwas allein, kleben nicht an mir oder wollen unbedingt meine Freunde kennenlernen. Obwohl beide ins erste Semester kommen, sind sie absolut untypisch für Erstis. Auf dieses ganze Pseudo-Kennenlernen-Liebhaben-Getaue haben sie keinen Bock, sie sind bodenständig und recht erwachsen. Mag bei der einen an den fünf Geschwistern und dem Freund in meinem Alter liegen, bei der anderen wohl eher daran, dass ihre Mama vor ein paar Jahren verstorben ist und sie sich um den Vater und die zwei jüngeren Geschwister kümmern musste.

Ich finde die ganze Situation jedenfalls gerade echt super, was auch an meinen freien Wochenenden liegen mag. Bald haben die sicher auch besseres zutun, als mit mir in der Stadt zu bummeln oder etwas zu kochen. Aber wer weiß, vielleicht bleibt ja auch alles so… fast schade, dass ich die nächsten Tertiale gar nicht hier verbringe…

Read Full Post »

Heute musste ich es mal wieder feststellen – viele andere Kulturkreise haben eindeutig mehr Familienzusammenhalt als wir Deutschen! Heute fand hier eine Überraschungsfete statt, die selbst mir die Tränen in die Augen trieb. Unter anderem auch, weil ich so etwas nie hatte und wahrscheinlich auch niemals haben werde.

Schon vor einer Woche rief mich die Mutter meiner Mitbewohnerin an, um mich in die Pläne einzuweihen. Sie würde mit Familie und Freunden zu uns in die WG fahren, der Freund meiner Mitbewohnerin sie dann unter einem Vorwand von seiner zu unserer Wohnung bringen. Ich solle einfach nur da sein, alle reinlassen und die Nummer des Restaurants für später besorgen. Es hat alles perfekt geklappt, ab halb 10 hatte ich die Bude voller Menschen, die hier dekorierten und haufenweise Essen auspackten. Vor allem die Süßspeisen sind bei denen einfach ein Traum, ich konnte in den letzten 5 Jahren schon sehr davon profitieren!^^

Dann wurde gespannt gewartet und ich musste natürlich dafür sorgen, dass meine Mitbewohnerin a) nicht schon vor der Tür von der Sache Wind bekommt b) auch schnell ins richtige Zimmer läuft und c) sich nicht erst wundert warum ihr Zimmer abgeschlossen ist. Trotz reichlich Vodka war ich wohl ziemlich überzeugend, sie lief geradewegs in ihre Überraschung. Es war wirklich schön zu sehen, wie sehr sie sich freute!

Nach Kuchen und reichlich Alkohol verbrachten wir alle den sonnigen Tag in der Stadt, bummelten  durch den Stadtpark und die Altstadt. Später ging es dann ins Restaurant, danach saßen wir noch bei Kaffee zusammen. Auch wenn ich vieles des Gesagten nicht verstand (nur ihr Freund und ich waren deutsch), war die Runde witzig und meine Mitbewohnerin bemühte sich alles zu übersetzen. Ich wurde aufgenommen als gehöre ich zur Familie, dabei hatte ich fast alle heute erst kennengelernt.

Manchmal vermisse ich so viel Familienleben, bei uns gibt es das nicht, selbst wenn meine Schwester und ich zufällig mal beide gleichzeitig daheim sind (also zu Weihnachten). Eine Überraschungsfete hatte ich auch nie, nicht mal einen Kuchen mit meinem Alter darauf – geschweige denn einen selbstgemachten und so aufwendigen. Die Mutter hatte ALLES selber gemacht und weder Kosten noch Mühen gescheut. Von dem, was sie mir hier gelassen haben, kann ich noch 3 Tage essen, mindestens.

Und nun bin ich fast ein bißchen traurig, dass sie auszieht, auch wenn ich sie wiedersehe und sie in letzter Zeit eh nicht oft hier war…

Read Full Post »

Older Posts »

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Schließe dich 32 Followern an